Am Wagnerhof werden ca. 30 Zuchtsauen gehalten, ein Eber und ungefähr 200 Mastschweine aus eigener Zucht. Die Zuchtsauen sind eine Kreuzung aus Deutscher Landrasse und Deutschem Edelschwein, das Vatertier ist eine Kreuzung aus Pietrain und Duroc.

Zuchtsau mit Ferkel Die Sauen ferkeln in regelmäßigen Abständen frei in einer Abferkelbucht mit Stroheinstreu und Auslauf. Kein Tier darf fixiert werden! Jeweils zum Gang einer Box gerichtet befindet sich ein bis zu 35 ° C beheizbares Ferkelnest. Die Ferkel saugen mindestens bis zu 42 Tage an der Sau bevor sie abgesetzt werden und die
Sau wieder zum Decken zum Eber darf.

Ferkel im Aufzuchtstall Der Abferkelstall befindet sich ebenfalls auf der Hofstelle, angrenzend an den Kuhstall. Darin befinden sich 5 Abferkelbereiche mit überdachtem Auslauf und einem Gruppenstall mit offenem Auslauf. So werden die Ferkel mit der Mutter, 2- 3 Wochen nach ihrer Geburt in eine Gruppe von ca. 3 Sauen gebracht. In dieser Gruppe sind sie dann bis zu sieben Wochen zusammen.

Maststall Die Vorteile einer solchen Gruppenhaltung sind, dass die Zuchtsauen und Ferkel, sich aneinander gewöhnen und ihr Sozialverhalten ausleben können. Der Landwirt hat durch die Gruppenhaltung etwas mehr Arbeit bei der Tierkontrolle, kann sich aber teure und aufwendige Abferkelbuchten einsparen. Der größte Vorteil von diesem System ist, dass das Absetzen der Ferkel nur durch Umstellen der Sauen erfolgt und die Ferkel in ihrer gewohnten Umgebung mit Ferkelnest bleiben. Folgende, sonst beim Absetzen übliche Streßfaktoren fallen weg: keine Futterumstellung, kein Raufen, da die Ferkel sich bereits kennen und kein Umstallungsstreß. Wenn die Ferkel ein Gewicht von ca. 30 Kilogramm erreicht haben, dann werden sie in den Maststall eingestallt. Im Maststall haben wir fünf Buchten, in denen ca. 40 Mastschweine pro Bucht eingestallt werden. Im Auslauf bekommen die Mastschweine täglich Raufutter wie z.B. Gras, Heu oder Kleegrassilage gefüttert. Das Mastfutter besteht zu 100 % aus Biokomponenten wie Gerste, Triticale, Erbsen, Ackerbohnen, Kleegrascops und bayrischem Sojakuchen. Auslauf des Maststalles

 


© Cornelius Fritz